Der Rundweg der Euganeischen Hügel: die Landschaft im Rhythmus des Fahrrads
Jenseits des Grüns unseres Parks zeichnen die Euganeischen Hügel am Horizont eine Abfolge sanfter und unverwechselbarer Silhouetten. Diese Erhebungen vulkanischen Ursprungs entstandenen vor Millionen von Jahren aus der Ebene und entwickelten sich im Laufe der Zeit zu einer Landschaft aus Wäldern, Weinbergen, Dörfern und historischen Bauwerken.
Vom Hotel Tritone aus betrachten wir sie jeden Tag. Doch es gibt noch eine andere Möglichkeit, sie kennenzulernen: indem man langsam ihrem äußeren Verlauf folgt, begleitet vom gleichmäßigen Rhythmus des Fahrrads und vom Wechselspiel aus Wasser, Landschaft und Geschichte.
Ein Weg rund um die Hügel
Der Radweg rund um die Euganeischen Hügel erstreckt sich über etwa 63 Kilometer um den Regionalpark. Die Strecke verläuft größtenteils entlang von Dämmen, Kanälen und ebenen Radwegen. Nur bei Bastia di Rovolon gibt es eine kurze Steigung.
Diese Route ist nicht ausschließlich besonders trainierten Radfahrern vorbehalten. Sie lässt sich in einem entspannten Tempo zurücklegen, wobei die Landschaft selbst den Rhythmus vorgibt: Tritt für Tritt, ohne Eile und mit genügend Zeit, all das wahrzunehmen, was sonst am Rand des Blickfeldes vorbeizieht.
Das Wasser begleitet einen großen Teil der Strecke. Auf der einen Seite fließen die Kanäle, auf der anderen wechseln sich Felder, Weinreben, Wiesen und bewaldete Höhenzüge ab. Die Hügel bleiben stets in der Nähe – stille Begleiter, die sich niemals aufdrängen.
Eine Reise durch Geschichte und Landschaft
Von den Euganeischen Thermen führt die Strecke nach Battaglia, einem Ort, der entlang jener Wasserwege entstand, die dieses Gebiet über Jahrhunderte mit Padua und der Lagune von Venedig verbanden. Wenig später erhebt sich am Fuß des Hügels das Schloss Catajo mit seiner imposanten und eindrucksvollen Architektur.
Anschließend führt der Weg weiter nach Monselice, das an der Silhouette der Rocca, am Schloss und am Aufstieg zum Heiligtum der Sieben Kirchen zu erkennen ist. In Este erzählen hingegen die Türme des Castello Carrarese und die Stadtmauer von der mittelalterlichen Vergangenheit der Stadt.

Im weiteren Verlauf öffnet sich die Landschaft zur stilleren, landwirtschaftlich geprägten Seite der Hügel. In Vo’ Vecchio folgen die Weinberge den Formen des vulkanischen Bodens; in der Nähe von Frassanelle schaffen Wiesen und Wälder weite und ruhige Ausblicke.
Bevor sich der Rundweg schließt, erscheint die Abtei von Praglia. Am Fuß des Monte Lonzina gelegen, scheint sie mit ihren Kreuzgängen und ihren harmonischen Proportionen ganz selbstverständlich Teil der umliegenden Landschaft zu sein.
(Manche Landschaften kann man einfach besichtigen. Andere erschließen sich erst dann wirklich, wenn man sich entscheidet, langsamer zu werden.)
Von der Straße ins Thermalwasser
Für die gesamte Rundstrecke benötigt man ungefähr vier Stunden. Hinzu kommt die Zeit für Pausen, unerwartete Ausblicke und all jene Orte, an denen Sie unterwegs verweilen möchten.
Bei der Rückkehr ins Hotel trifft die angenehme Müdigkeit der Radtour auf die Wärme des Thermalwassers. Beim Eintauchen in unsere Becken findet der Körper allmählich zu seiner Leichtigkeit zurück, während die Eindrücke des Weges in den Gedanken weiterleben.
Diese Kontinuität gehört zum tiefsten Wesen der Euganeischen Thermen: draußen eine Landschaft, die durch ihren uralten vulkanischen Ursprung geformt wurde; im Tritone ein Wasser, das aus den Tiefen derselben Erde aufsteigt, warm und bereit, Sie zu empfangen.
Die Reise endet daher nicht, wenn Sie vom Fahrrad steigen. Sie setzt sich fort im Wasser, in der Stille und in dem Gefühl, die Hügel nicht nur mit den Augen betrachtet, sondern sie wirklich durchquert zu haben.